NORDSEE-ZEITUNG

Bildschirmjobs: Bewährte Gesundheitstipps von Blendschutz bis Fitness

Ob Bürokauffrauen, Fachinformatiker oder Steuerfachangestellte: Sehr viele Berufe werden am Computer ausgeübt. Gegenüber Ausbildungsberufen mit viel Körpereinsatz, wie beispielsweise bei Malern, Tischlern oder Krankenpflegern, stellt so ein sitzender Berufsalltag den Körper vor andere Herausforderungen. Entscheidest du dich für ein Berufsleben vor dem Bildschirm, solltest du jedoch ein paar wichtige Dinge beachten, um langfristig gesund und fit zu bleiben.

Mit den richtigen Tipps bleibst du am PC-Arbeitsplatz fit und gesund
Mit den richtigen Tipps bleibst du am PC-Arbeitsplatz fit und gesund© Studio Republic | Unsplash

Typische Begleiterscheinungen von Computertätigkeiten

In jedem Beruf können je nach Tätigkeit bestimmte Berufskrankheiten auftreten. So mancher Friseur oder Lackierer reagiert plötzlich empfindlich auf bestimmte Chemikalien, während andere Arbeitnehmer berufsbedingt durch körperliche Fehlbelastungen manchmal Probleme mit der Bandscheibe bekommen. Bei Büromitarbeitern wiederum, die einen Großteil des Tages vor dem Bildschirm sitzen, können diverse Begleiterscheinungen wie Rückenbeschwerden oder Augenreizungen zum Problem werden. Besonders gravierend wirkt sich die tagtägliche Bewegungsarmut aus. Du kannst aber gezielt gegensteuern, um mögliche Folgeerscheinungen wie Übergewicht, Bluthochdruck oder eine nachlassende Sehkraft zu vermeiden.


Augengesundheit: Bildschirmpausen einlegen

Es ist für die Augen eine große Belastung, stundenlang auf einen Monitor zu stieren. Lege daher regelmäßig Pausen ein, in denen du deinen Bildschirmplatz mal kurz verlässt, damit sich deine Augen erholen können. Empfehlenswert ist auch, abends nach der Arbeit oder am Wochenende die Nutzung von Bildschirmen und Smartphones weitestgehend zu reduzieren. Gerade Bildschirmarbeiter sollten nicht auch noch die gesamte Freizeit im Internet verbringen.


Lichtspiegelungen mit Sonnenschutzrollos oder Jalousien ausblenden

Gift für die Augen ist zudem Blendlicht, das selbst dem motiviertesten Azubi schnell die Freude an der Arbeit verdirbt. Blendstrahlen lösen dabei nicht nur Kopfschmerzen aus, sondern fördern auch Fehlsichtigkeiten. Musst du dich für längere Zeit auf eine Aufgabe am Monitor konzentrieren, sorge besonders an sonnigen Tagen dafür, dass der Sonnenschutz am Bürofenster heruntergezogen ist.  Leider erfüllen manche Jalousien oder Sonnenschutzrollos in Büros ihren Zweck als Blendschutz nur unzureichend, weil sie zu durchsichtig sind oder die Fenster nicht ganz abdecken. Ist der Lichtschutz generell unzureichend, sprich ruhig deine Ausbildungsleiter oder die Geschäftsleitung auf die mangelhafte Abschattungsmöglichkeit am Fenster an. Sie sind verpflichtet, auf die Gesundheit ihrer Angestellten zu achten und mit lichtabweisenden Sonnenschutzrollos für ausreichenden Blendschutz zu sorgen.


Möglichst viel bewegen

Die meisten Büros sind heute standardmäßig mit ergonomischen, individuell anpassbaren Bürostühlen ausgestattet, manchmal sogar auch mit höhenverstellbaren Schreibtischen. Zu wenig Bewegung gleichst du damit aber nicht aus. In deiner Freizeit solltest du mit Ausdauersport deinem Körper ein Gegenprogramm bieten. Da das Geld bei vielen Azubis oft knapp ist: Besonders günstige Kurse gibt es bei Sportvereinen oder bei der Volkshochschule. Und auch Fitnessstudios bieten häufig besondere Tarife für Schüler, Studenten und Azubis. 

Achte zudem darauf, dass du dich insgesamt viel bewegst. Steh zwischendurch von deinem Platz auf und laufe ein paar Schritte herum. Ideal ist auch die Pause zur Mittagszeit, um etwas spazieren zu gehen. Und: Nimm bei jeder Gelegenheit die Treppe statt Aufzug oder Rolltreppe – sei es im Büro, bei dir zu Hause oder im Einkaufscenter. Denn regelmäßige Treppengänge steigern die Fitness ganz enorm, wie Schweizer Forscher herausgefunden haben. Ist der Weg zu deiner Arbeitsstelle nicht allzu weit, kannst du statt Bus oder U-Bahn auch einfach mal das Fahrrad nutzen.